Bran­chen-Infos

Als offene Platt­form für den part­ner­schaft­li­chen Dia­log und die Ver­tre­tung der Belange der Logis­tik­im­mo­bi­li­en­bran­che ver­öf­fent­licht Logix Wis­sens­wer­tes aus dem Kreis der Spon­so­ren, Medien- und Kooperationspartner.

Deut­scher Logis­tik­im­mo­bi­li­en­markt: Ver­mie­tung auf hohem Vorjahresniveau

Logivest
22. Aug 2018

Frank­furt, 17. Januar 2020 – 2019 wurde am deut­schen Lager- und Logis­tik­markt ein Flä­chen­um­satz von rund 6,95 Mil­lio­nen Qua­drat­me­tern erzielt. Mit einem Minus von einem Pro­zent bewegt sich das Volu­men von neuen Ver­mie­tun­gen und Eigen­nut­zun­gen damit nur knapp unter dem Ergeb­nis von 2018. Dies ist das Ergeb­nis einer aktu­el­len Ana­lyse des glo­ba­len Immo­bi­li­en­dienst­leis­ters CBRE.

 

„Mit Blick auf die Nach­frage wären 2019 auch neun bis zehn Mil­lio­nen Qua­drat­me­ter mög­lich gewe­sen“, sagt Rai­ner Koepke, Head of Indus­trial & Logi­stics bei CBRE in Deutsch­land. „Dies wird vie­ler­orts jedoch durch einen star­ken Man­gel an freien Bestands­im­mo­bi­lien sowie an ver­füg­ba­ren Grund­stü­cken ver­hin­dert. Beson­ders bemer­kens­wert ist diese große Dyna­mik, wenn man sie vor dem Hin­ter­grund der leich­ten Schwä­che beob­ach­tet, die wir im ver­gan­ge­nen Jahr in der deut­schen Indus­trie beob­ach­ten konn­ten. Als Aus­gleich wirk­ten der Han­del und der E‑Commerce, die von einer star­ken Bin­nen­nach­frage getra­gen wur­den“. Ihr Anteil am Flä­chen­um­satz stieg um circa 19 Pro­zent auf 2,5 Mil­lio­nen Qua­drat­me­ter. Wäh­rend Pro­duk­tion mit 1,66 Mil­lio­nen Qua­drat­me­tern sta­bil blieb, ging der Anteil von Logis­ti­kern um 23 Pro­zent auf 2,22 Mil­lio­nen Qua­drat­me­ter zurück.

 

„Mitt­ler­weile hat sich die Stim­mung bei den deut­schen Unter­neh­men wie­der gebes­sert. Ent­spre­chend dürfte auch die Nach­frage nach Lager- und Logis­tik­flä­chen wei­ter­hin stark blei­ben“, sagt Dr. Jan Lin­sin, Head of Rese­arch bei CBRE in Deutsch­land. „Da sich einige Ent­schei­dungs­pro­zesse jedoch oft über einen län­ge­ren Zeit­raum hin­zie­hen ist es mög­lich, dass wir die Aus­wir­kun­gen der schwä­che­ren Kon­junk­tur 2019 auf den Flä­chen­um­satz erst im Laufe die­ses Jah­res sehen wer­den“, erläu­tert Armin Her­ren­schnei­der, Co-Head of Indus­trial & Logi­stics bei CBRE in Deutschland.

Vor allem in den Top-5-Märk­ten wird der Flä­chen­man­gel immer deut­li­cher. Ins­ge­samt ging das Umsatz­vo­lu­men an die­sen Stand­or­ten um 24 Pro­zent auf rund 1,5 Mil­lio­nen Qua­drat­me­ter zurück. Ein­zige Aus­nahme die­ser Ent­wick­lung ist das Markt­ge­biet Ber­lin, wo ein Anstieg des Flä­chen­um­sat­zes um 20 Pro­zent zu beob­ach­ten war. Auch das Ruhr­ge­biet ver­zeich­nete ein star­kes Wachs­tum von 57,8 Pro­zent und war mit knapp 700.000 Qua­drat­me­tern die aktivste Logis­tik­re­gion Deutsch­lands. Starke Märkte waren 2019 zudem Bre­men (plus 120 Pro­zent auf 350.000 Qua­drat­me­ter), Han­no­ver (plus 83 Pro­zent auf 270.000 Qua­drat­me­ter) und Thü­rin­gen (plus 247 Pro­zent auf 370.000 Quadratmeter).

 

Die sta­bile Ent­wick­lung auf dem Vor­jah­res­ni­veau betrifft nicht nur den gesam­ten Flä­chen­um­satz, son­dern war 2019 auch bei den Kenn­zah­len Neu­bau­an­teil und Eigen­nut­zer­an­teil fest­zu­stel­len. Der Neu­bau­an­teil am Flä­chen­um­satz betrugt 63 Pro­zent oder 4,38 Mil­lio­nen Qua­drat­me­ter. Ver­gli­chen mit 2018 ist das ein Rück­gang um knapp ein Pro­zent. „An die­sem nach wie vor hohen Anteil wird erkenn­bar, wie stark der Man­gel an geeig­ne­ten Grund­stü­cken den Flä­chen­um­satz brem­sen kann“, so Her­ren­schnei­der. Auch der Eigen­nut­zer­an­teil war 2019 weit­ge­hend sta­bil. Er stieg um rund drei Pro­zent auf 2,37 Mil­lio­nen Qua­drat­me­ter, was einem Anteil von 34 Pro­zent entspricht.

 

Die Mie­ten zeig­ten ins­ge­samt eine sta­bile Ent­wick­lung auf, mit Miet­preis­stei­ge­run­gen in den Top-Städ­ten und Regio­nen, wäh­rend spe­zi­ell bei nut­zer­spe­zi­fi­schen Pro­jekt­ent­wick­lun­gen ange­sichts der nied­ri­gen Ren­di­ten auch wei­ter­hin geringe Mie­ten abge­schlos­sen werden.

 

Aus­blick auf 2020

„Die Dyna­mik am Lager- und Logis­tik­markt wird sich auch 2020 fort­set­zen“, sagt Koepke. „Ent­schei­dend wird sein, ob sich die Wirt­schaft wei­ter­hin erholt und so das hohe Nach­fra­ge­ni­veau erhal­ten bleibt. Dann gilt wei­ter­hin: Restrik­tio­nen sind die geeig­ne­ten Grund­stü­cke für Logis­tik und freiwerdende

Bestands­flä­chen. Dass das hohe Niveau von 2018 und 2019 von jeweils rund sie­ben Mil­lio­nen Qua­drat­me­ter über­trof­fen wer­den kann, ist des­we­gen unwahrscheinlich.“

 

Arti­kel teilen
blank
blank
blank