Presse-Infos

Die Logix Initia­tive betreibt aktive Öffent­lich­keits­ar­beit und bringt mit­hilfe der Kom­pe­tenz ihrer Mit­glie­der kon­ti­nu­ier­lich ihre Posi­tio­nen zum Thema Logis­tik­im­mo­bi­lien über die ein­schlä­gi­gen Fach­me­dien ein.

Logix Award 2017 geht an das Still Logis­tik­zen­trum in Hamburg

Logivest

5. Okt 2018

Rund 140 gela­dene Gäste aus der Logis­tik­im­mo­bi­li­en­bran­che ver­folg­ten am Abend des 4. Okto­ber 2017 auf der Expo Real die fei­er­li­che Logix-Ver­lei­hung. In die­sem Jahr ging der Logix Award an die ECE Pro­jekt­ma­nage­ment GmbH & Co. KG und zeich­net das Still Logis­tik­zen­trum in Ham­burg-Bill­brook als her­aus­ra­gende Logis­tik­im­mo­bi­lien-Ent­wick­lung der letz­ten zwei Jahre aus. Neben dem Logix Award wurde erst­ma­lig ein Son­der­preis für City-Logis­tik-Ent­wick­lun­gen ver­lie­hen. Diese Aus­zeich­nung erhielt die Deut­sche Post DHL CREM GmbH für das Kon­zept DHL MechZB-Netzwerk.

Der Logix Award wird als Aus­zeich­nung für her­aus­ra­gende Logis­tik­im­mo­bi­lien-Ent­wick­lun­gen seit 2013 alle zwei Jahre von einer unab­hän­gi­gen Jury ver­ge­ben. Es wer­den nur Logis­tik­im­mo­bi­lien berück­sich­tigt, die in beson­de­rer Weise den Ansprü­chen von Nut­zern und Inves­to­ren gerecht wer­den, sich zudem durch städ­te­bau­li­che, öko­lo­gi­sche und soziale Aspekte aus­zeich­nen und in Deutsch­land rea­li­siert wor­den sind.

 

Logix Award für Brownfield-Entwicklung

Das Still Logis­tik­zen­trum in Ham­burg-Bill­brook, das im Som­mer 2017 in Betrieb ging, ist ein vor­bild­li­ches Bei­spiel für die Sanie­rung eines belas­te­ten ehe­ma­li­gen Indus­trie­grund­stücks und über­zeugte die Jury vor allem damit von sei­ner Preis­wür­dig­keit. Das her­aus­for­dernde Brown­field-Pro­jekt wurde durch die lösungs­ori­en­tierte Zusam­men­ar­beit von Umwelt- und Wirt­schafts­be­hör­den, Pro­jekt­ent­wick­ler, Nut­zer und Grund­stücks­ei­gen­tü­mer mög­lich. Der Nut­zer Still GmbH, Anbie­ter maß­ge­fer­tig­ter inner­be­trieb­li­cher Logis­tik­lö­sun­gen (Gabel­stap­ler, Lager­tech­nik etc.), konnte damit in unmit­tel­ba­rer Nähe zum Stamm­sitz und in innen­stadt­na­her Lage Syn­er­gien in sei­ner Logis­tik erzie­len. Still bün­delt hier die bis­her dezen­tral im Gewer­be­ge­biet Bill­brook ange­sie­del­ten Berei­che Groß­tei­le­la­ger und Fahr­zeug­ver­sand. Durch den revi­ta­li­sier­ten Stand­ort war es mög­lich, die rund 160 Arbeits­plätze in die­sem Bereich zu erhalten.

Der Gebäu­de­kom­plex umfasst zwei Hal­len mit einer Gesamt­flä­che von ca. 30.000 Qua­drat­me­tern auf einem Grund­stück von ca. 43.000 Qua­drat­me­tern, das kom­plett ver­sie­gelt wurde. Die Logis­tik­an­lage ist nach sozia­len und öko­lo­gi­schen Stan­dards errich­tet wor­den und hat das Gold-Zer­ti­fi­kat der Deut­schen Gesell­schaft für Nach­hal­ti­ges Bauen (DGNB) erhal­ten. ECE hat sie nach nut­zer­spe­zi­fi­schen Kri­te­rien geplant und gleich­zei­tig eine hohe Dritt­ver­wen­dungs­fä­hig­keit sicher­ge­stellt. Rund 30 Mil­lio­nen Euro inves­tierte die ECE in den Bau. Eigen­tü­mer des neuen Logis­tik­zen­trums ist Deka Immo­bi­lien. Das Pro­jekt gilt zudem als ers­ter Mei­len­stein des Stadt­ent­wick­lungs­pro­gramms „Elbauf­wärts an Elbe und Bille“.

Prof. Dr. Chris­tian Kille, Pro­fes­sor für Han­dels­lo­gis­tik an der Hoch­schule Würz­burg und Vor­sit­zen­der der Logix-Jury, hob in sei­ner Lau­da­tio her­vor: „Die Jury hat vor allem die inten­sive und kon­struk­tive Zusam­men­ar­beit aller Betei­lig­ten beein­druckt, die die­ses bei­spiel­hafte Ergeb­nis erzeugt hat: Eine bebaute Brach­flä­che mit ungüns­ti­gem Zuschnitt, enor­men Alt­las­ten im Boden und einer quer ver­lau­fen­den Hoch­span­nungs­lei­tung, die einer erneu­ten pro­duk­ti­ven Nut­zung zuge­führt wer­den konnte und dem Mie­ter und sei­nen Mit­ar­bei­tern eine lang­fris­tige wirt­schaft­li­che Per­spek­tive am Stand­ort sichert.“

 

Son­der­preis City-Logistik

Neben dem Logix Award für die her­aus­ra­gende Logis­tik­im­mo­bi­lie wurde in die­sem Jahr erst­ma­lig ein Son­der­preis für neue City-Logis­tik-Kon­zepte ver­ge­ben. Der Preis ging an die Deut­sche Post DHL CREM GmbH für ihr Kon­zept „DHL MechZB-Netz­werk“. Prof. Kille erläu­terte die Bewandt­nis des Son­der­prei­ses: „Die Jury hat bei der Bewer­tung der ein­ge­reich­ten Pro­jekte fest­ge­stellt, dass es inter­es­sante neue Kon­zepte für Logis­tik­im­mo­bi­lien zur Bal­lungs­raum­ver­sor­gung gibt. Sie fal­len aus dem typi­schen Ras­ter, ihre Bedeu­tung steigt aber vor allem durch die Anfor­de­run­gen, die der wach­sende E‑Commerce stellt. Dem woll­ten wir Rech­nung tragen.“

Das Kon­zept DHL MechZB-Netz­werk der Deut­sche Post DHL CREM GmbH bil­det mit sei­nen inzwi­schen rund 80 rea­li­sier­ten Umschlag­an­la­gen einen wesent­li­chen Bestand­teil des neuen Paket­kon­zepts von DHL, das auf die Stei­ge­rung der Leis­tungs­fä­hig­keit in der Paket­pro­duk­tion abzielt. Es ergänzt die 34 Hubs (Paket­zen­tren) und rund 200 Zustell­ba­sen des Paket­diens­tes. Das Kon­zept umfasst Logis­tik­an­la­gen in stan­dar­di­sier­ter Bau­weise in ver­schie­de­nen Grö­ßen. Sie lie­gen bevor­zugt in stadt­na­hen Lagen, in maxi­mal sechs Kilo­me­tern Ent­fer­nung zur Auto­bahn. Damit unter­stüt­zen sie das Ziel des Kon­zerns, bis 2050 mit­hilfe von E‑Mobilität eine CO2-freie Paket­zu­stel­lung zu errei­chen. Die Anla­gen wer­den häu­fig auf Brown­fields mit umfas­sen­den Lärm­schutz- und Arten­schutz-Maß­nah­men wie z. T. Lärm­schutz­wän­den, Grün­dä­chern, Ersatz­ha­bi­ta­ten etc. errich­tet. Die MechZB beinhal­ten inno­va­tive Sor­tier­tech­nik­lö­sun­gen und erhö­hen somit die Zustell­ge­schwin­dig­keit. Prof. Kille hob her­vor: „Die Deut­sche Post DHL hat bereits in 2011 mit dem Aus­bau und der Neu­struk­tu­rie­rung des Paket­net­zes begon­nen, damit war der Kon­zern Vor­rei­ter. Die MechZB, die zu einer eige­nen Invest­ment-Gat­tung gewor­den sind, stel­len eine über­zeu­gende Ant­wort auf das anhal­tende E‑Com­merce-Wachs­tum und die stei­gen­den Paket­men­gen dar.“

 

Wei­ter­ent­wi­ckel­tes Verfahren

Die Sie­ger-Pro­jekte wur­den in die­sem Jahr anhand eines wei­ter­ent­wi­ckel­ten Aus­wahl­ver­fah­rens gewählt. Dr. Malte-Maria Mün­chow, Spre­cher der Logix-Initia­tive, erläu­tert: „Das gegen­über dem Logix Award 2015 wei­ter ent­wi­ckelte Aus­wahl­ver­fah­ren mit einer akti­ven Markt­ana­lyse und einer mehr­stu­fig auf­ge­bau­ten Bewer­bungs­phase hat sich bewährt. Die Arbeit der Jury wurde so zwar nicht ein­fa­cher, dafür konn­ten sämt­li­che Pro­jekte aber ein­ge­hen­der und auf Basis von noch mehr Fak­ten ver­gli­chen und bewer­tet werden.“

Für den Logix Award 2017 erstellte eine Arbeits­gruppe der Hoch­schule Würz­burg unter der Lei­tung von Prof. Kille zunächst eine Liste der rele­van­ten Pro­jekt­ent­wick­lun­gen für den Zeit­raum seit der Ver­gabe des letz­ten Logix Award 2015. Nach einer ers­ten Aus­lese erhiel­ten dar­auf­hin 60 Pro­jekte eine Ein­la­dung zur Bewer­bung. Die Arbeits­gruppe qua­li­fi­zierte aus den ein­ge­gan­ge­nen 24 Bewer­bun­gen schließ­lich 13 Immo­bi­lien anhand eines soge­nann­ten „Klei­nen Kri­te­ri­en­ka­ta­logs“ mit beglei­ten­den Doku­men­ten wie Lage­plan, Grund­riss, Bau­be­schrei­bung sowie einer Begrün­dung für die Preis­wür­dig­keit der Immo­bi­li­en­pro­jekte für die Short­list. Diese 13 Fina­lis­ten wur­den von der unab­hän­gi­gen Jury, der Archi­tek­ten, Bau­pla­ner, Wis­sen­schaft­ler, Logis­tik­im­mo­bi­li­en­nut­zer und Eigen­ent­wick­ler sowie Ver­tre­ter von Immo­bi­lien- und Logis­tik­me­dien ange­hö­ren, inten­siv dis­ku­tiert und bewer­tet, bis diese schließ­lich die end­gül­tige Ent­schei­dung über die Preis­ver­gabe traf.

Die Sie­ges-Tro­phäen, die auf der Expo Real an die Gewin­ner über­ge­ben wur­den, bestehen aus den sechs Bau­ma­te­ria­lien einer typi­schen Logis­tik­im­mo­bi­lie, näm­lich aus Glas, Metall, Beton, Kunst­stoff, Holz und Natur­stein. Sie ist ein wert­vol­les Uni­kat, gefer­tigt in sorg­fäl­ti­ger Hand­ar­beit, für jede Ver­lei­hung aufs Neue. Bis­he­rige Preis­trä­ger waren 2013 die Pro­jekte Schnel­le­cke Dui­s­port in Duis­burg und Mul­ti­cube Pfen­ning Logistics in Hed­des­heim sowie 2015 die Immo­gate AG mit ihrem Logis­tik­zen­trum in Pars­dorf bei München.

 

 

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