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Als offene Platt­form für den part­ner­schaft­li­chen Dia­log und die Ver­tre­tung der Belange der Logis­tik­im­mo­bi­li­en­bran­che ver­öf­fent­licht Logix Wis­sens­wer­tes aus dem Kreis der Spon­so­ren, Medien- und Kooperationspartner.

Inno­va­tion auf dem Radar

Logix dis­ku­tiert Nachhaltigkeitstrends

Logivest
22. Aug 2018

Die Initia­tive Logis­tik­im­mo­bi­lien (Logix) ver­steht ihre Rolle als Ver­mitt­le­rin zwi­schen den Sta­ke­hol­dern beim Bau und der Geneh­mi­gung von Logis­tik­im­mo­bi­lien. Punk­ten kann der Bereich Logis­tik­im­mo­bi­lien aktu­ell mit einer Viel­zahl inno­va­ti­ver Kon­zepte und Nach­hal­tig­keits-Stra­te­gien. Nicht zuletzt mit neuem Schub zur Nut­zung von Logis­tik­an­la­gen als Ener­gie­lie­fe­rant für die Kom­mu­nen. Poten­tiale wie die­ses zeigt die Initia­tive Logis­tik­im­mo­bi­lien mit ihrem Trend­ra­dar auf und lädt die Gemein­schaft zum Dia­log ein. Hier fol­gen einige Beispiele.

Pho­to­vol­taik für Logis­tik­dä­cher, Ener­gie für die Kom­mu­nen
Heiß dis­ku­tiert wird der­zeit, wie Logis­tik­im­mo­bi­lien durch aus­ge­dehnte PV-Anla­gen auf Lager­hal­len, Wind­rä­der in Gewer­be­parks, Block­heiz­kraft­werke und Was­ser-Wär­me­pum­pen nicht nur den eige­nen Strom­be­darf decken kön­nen, son­dern das Thema Ener­gie­aut­ar­kie auch für Kom­mu­nen und Gemein­den vor­an­brin­gen kann. Von Sei­ten der For­schung und Tech­nik kann das Poten­tial dafür auf­ge­zeigt wer­den. Um es aus­zu­schöp­fen, müss­ten alle an einer Logis­tik­im­mo­bi­lie betei­lig­ten Sta­ke­hol­der ein­be­zo­gen wer­den. Ange­trie­ben wird die Dis­kus­sion aktu­ell vor allem durch die neu gegrün­de­ten BVL-Initia­tive Power of Logistics, zu deren ers­ten Mit­glie­dern die Initia­tive Logis­tik­im­mo­bi­lien gehört.

In den Städ­ten: e‑Mobilität, Mikro Depots, Cargo Bikes,
Vor allem die City-Logis­tik ist heute auf zukunfts­ge­recht aus­ge­stat­tete Immo­bi­lien ange­wie­sen. Die Bedie­nung der letz­ten Meile wird per­spek­ti­visch über­wie­gend elek­trisch erfol­gen. Beim Stich­wort E‑Mobilität ist vor allem die KEP-Bran­che heute ein prä­de­sti­nier­tes Ein­satz­feld für Elek­tro­fahr­zeuge im städ­ti­schen Ver­kehr. Für die emis­si­ons­freie Gestal­tung des Lie­fer­ver­kehrs im urba­nen Kon­text stel­len auch soge­nannte Mikro-Depots wich­ti­gen Bau­stein dar, in Kom­bi­na­tion mit Cargo-Bikes – auch bekannt als Las­ten­rä­der. Mikro-Depots sind Zwi­schen­la­ger, die die Paket­dienste an geeig­ne­ten Orten in urba­nen Zustell­be­zir­ken ein­rich­ten. Von dort star­ten Cargo-Bikes oder E‑Scooter die emis­si­ons­freie Zustel­lung auf der letz­ten Meile.

Green Lea­ses und Green Buil­dings
Bis 2030 müs­sen 50 bis 60 Pro­zent der Kli­ma­gas-Emis­sio­nen aus der auf fos­si­ler Ver­bren­nung basie­ren­den Ener­gie­be­reit­stel­lung redu­ziert wer­den. So sind der­zeit Ver­än­de­run­gen bei der tech­ni­schen Aus­stat­tung der Immo­bi­lien zu ver­zeich­nen. In Miet­ver­trä­gen von Logis­tik­im­mo­bi­lien fin­den sich zuneh­mend soge­nannte „Green Lea­ses“: Grüne Miet­ver­trags­klau­seln die Rege­lun­gen ent­hal­ten zu Reno­vie­rungs­maß­nah­men, Ver­brauchs­da­ten­über­mitt­lung, Res­sour­cen­ein­spa­run­gen, Mobi­li­täts­kon­zep­ten oder zur För­de­rung nach­hal­ti­ger Ener­gien. Bei Miet­ver­trags­ver­hand­lun­gen wird indi­vi­du­ell ver­ein­bart, wel­che Nach­hal­tig­keits­klau­seln in den Miet­ver­trag auf­ge­nom­men wer­den. Das Thema Green Buil­ding ist ein Dau­er­bren­ner das immer wie­der neue Impulse erhält, einer­seits durch den Euro­päi­schen Green Deal, ande­rer­seits durch die zuneh­mende Roh­stoff­knapp­heit. Befeu­ert durch groß­zü­gige staat­li­che För­de­rung im Rah­men der „Bun­des­för­de­rung effi­zi­ente Gebäude“ sowie durch die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen der Gas­preise – wer­den im Neu­bau Hei­zungs­sys­teme mit fos­si­len Brenn­stof­fen wie Gas­dun­kel­strah­ler zuneh­mend durch elek­trisch betrie­bene Wär­me­pum­pen­sys­teme ersetzt.

Logis­tik­im­mo­bi­lien für Cradle-to-Cradle-Pro­jekte prä­de­sti­niert
Rund die Hälfte des Abfall­auf­kom­mens in Deutsch­land machen Bau- und Abbruch­ab­fälle aus, wie­der­ver­wer­tet wird nur ein klei­ner Teil davon – und das zumeist in min­der­wer­ti­ge­rer Form. Hier kommt das Cradle-to-Cradle-Prin­zip (C2C) ins Spiel. Es beschreibt den Weg in eine Welt, in der wir und unser öko­no­mi­sches Tun zurück in das Kreis­lauf­sys­tem der Natur gefun­den haben. „Von der Wiege zur Wiege“, wie C2C frei zu über­set­zen wäre, beschreibt im über­tra­ge­nen Sinn die Vision einer abfall­freien Wirt­schaft. Hier geht etwa die Stadt Hei­del­berg mit gutem Bei­spiel voran: Eine voll­stän­dige öko­no­mi­sche und öko­lo­gi­sche Ana­lyse des gesam­ten Gebäu­de­be­stands, soll fortan Aus­kunft dar­über geben, wel­ches Mate­rial in wel­cher Qua­li­tät und in wel­cher Menge ver­baut wurde. Urban Mining nennt man so etwas. Und die­ser Art des moder­nen Berg­baus kommt in Zukunft eine Schlüs­sel­rolle zu.

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